Phoenix 2026
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Katastrophenschutzübung „Phoenix“: Gemeinsam für den Ernstfall trainiert
50 Verletzte, zahlreiche Einsatzorganisationen und eine komplette Rettungskette
Was passiert, wenn plötzlich sehr viele Menschen gleichzeitig verletzt werden? Wie müssen Einsatzkräfte ihre Ressourcen koordinieren? Wie funktioniert die Triage? Und wie können 50 Patientinnen und Patienten möglichst schnell und strukturiert in geeignete Krankenhäuser gebracht werden?
Mit diesen und weiteren Fragen beschäftigten sich die Einsatzkräfte bei der großen Katastrophenschutzübung „Phoenix“ in Wiesbaden.
An der Übung waren zahlreiche Organisationen und Einrichtungen beteiligt. Neben dem ASB Westhessen wirkten unter anderem die Berufsfeuerwehr Wiesbaden, die Freiwilligen Feuerwehren, das Deutsche Rote Kreuz, die Johanniter-Unfall-Hilfe, die Malteser, die DLRG, der Rettungshubschrauber Christoph 2 sowie Katastrophenschutzeinheiten aus Mainz und Groß-Gerau mit. Auch alle Wiesbadener Krankenhäuser waren in die Übung eingebunden.
Das Szenario: Fahrzeug fährt in Menschenmenge
Ein Schwerpunkt der Übung war ein komplexes Schadensereignis: Ein Fahrzeug fährt in eine Menschenmenge. Die Folge ist eine große Zahl verletzter Personen, die gleichzeitig Hilfe benötigen.
Insgesamt mussten 50 Patientinnen und Patienten im Rahmen der Übung versorgt werden.
Damit eine solche Lage bewältigt werden kann, reicht es nicht aus, dass einzelne Einsatzkräfte ihre Aufgaben beherrschen. Entscheidend ist das Zusammenspiel der gesamten Rettungskette.
Von der ersten Lageerkundung und Rettung über die Triage, die medizinische Versorgung und die Koordination der Transporte bis hin zur Aufnahme und Weiterbehandlung in den Kliniken wurden die verschiedenen Abläufe miteinander verbunden.
Behandlungsplatz 50 als weiterer Übungsschwerpunkt
Ein weiterer zentraler Bestandteil war der Aufbau und Betrieb eines Behandlungsplatzes 50 (BHP 50).
Ein solcher Behandlungsplatz ermöglicht es, bei einer größeren Zahl verletzter Menschen eine strukturierte medizinische Versorgung außerhalb eines Krankenhauses aufzubauen. Die Übung bot damit die Möglichkeit, Abläufe, Kommunikation und die Zusammenarbeit der unterschiedlichen Einheiten unter realitätsnahen Bedingungen zu überprüfen.
Gerade an den Schnittstellen zwischen den verschiedenen Organisationen zeigt sich, wie wichtig regelmäßiges gemeinsames Training ist.
Viele Organisationen – ein gemeinsames Ziel
„Phoenix“ machte deutlich, wie viele unterschiedliche Akteure im Katastrophenschutz zusammenarbeiten müssen. Feuerwehr, Rettungsdienst, Katastrophenschutz, Hilfsorganisationen und Krankenhäuser übernehmen unterschiedliche Aufgaben – am Ende verfolgen jedoch alle dasselbe Ziel: Menschen schnell und bestmöglich zu helfen.
Auch Oberbürgermeister Gert-Uwe Mende war vor Ort und richtete ein Grußwort an die an der Übung beteiligten Einsatzkräfte.
Für den ASB Westhessen war die Übung eine wichtige Möglichkeit, die eigenen Strukturen und Fähigkeiten gemeinsam mit den anderen Beteiligten unter realitätsnahen Bedingungen zu erproben.
Denn Katastrophenschutz bedeutet nicht nur, im Ernstfall bereit zu sein. Er bedeutet auch, vorher gemeinsam zu trainieren, Abläufe zu überprüfen und die Zusammenarbeit immer wieder zu üben.
Die Katastrophenschutzübung „Phoenix“ hat genau dafür einen wichtigen Beitrag geleistet. Die Stadt Wiesbaden hatte die Übung als organisationsübergreifendes Training der Versorgungskette von der Rettung und Erstversorgung über die Transportkoordination bis zur klinischen Aufnahme angekündigt.
12.09.2026
